Wirkungen

Die Mitte zu finden, ist ein schweres Unterfangen.
Durch Taiji findest Du sie.

Zunächst einmal hat Taijiquan keine Nebenwirkungen und kennt keine Nachteile. Du kannst es immer und überall praktizieren, zu jeder Zeit, drinnen oder draußen. In der Regel ist man dabei an der frischen Luft. Man übt es alleine oder zu zweit. Es gibt keine Altersbegrenzung und keine Risiken. Je öfter man es tut, desto besser.

Die richtige Entspannung in der Mitte von Yin und Yang ist der beste Zustand des Lebens, in dem man sein Potential optimal und voll ausschöpfen kann. Es ist ein Gleichgewicht, das beständiger Wachheit, Klarheit und Weisheit bedarf, um es zu erhalten. Darum ist im Taiji der Weg das Ziel.


Die Wirkungen des Taijiquan sind sehr vielschichtig. Grundsätzlich hat Taijiquan folgende Wirkungen:

  • einen gesunden und stabilen Körper, was sowohl den Bewegungsapperat betrifft, als auch das innere Organ-, Hormon- und Kreislaufsystem
  • mehr Lebensenergie und Lebenskraft, was sich in unserer Vitalität und Lebensfreude ausdrückt, dem Leben unbefangen zu begegnen und unseren Möglichkeiten, unsere Ziele umzusetzen
  • positive Veränderung des Geistes. Eine reale und authentische Veränderung der Ruhe und Klarheit im Geist, so dass wir den äußeren und inneren Umständen unseres Lebens mit Gelassenheit begegnen können und sich unser Alltagsleben kreativ und mit Leichtigkeit ordnet
  • spirituelle Entwicklung. Eine wünschenswerte Erweiterung unserer Identität. In neue Bereiche der Erfahrung einzutreten, die unser Leben mit Sinn erfüllt, uns Weisheit schenkt und uns mehr teilhaben läßt an der inneren Struktur aller Dinge

Die Wirkungen verstärken und beschleunigen sich, je öfter man Taiji praktiziert. Einige tiefe Veränderungen treten erst nach einem bestimmten Quantum der Übungspraxis auf, andere bauen aufeinander auf oder setzten bewußte Motivationen voraus. Bei einigen Veränderungen ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie sich von ganz alleine einstellen, ohne einen Akt des Willens.


Einige Beispiele zur Wirkung:

Ein Beispiel zur geistigen Veränderung: Im Taijiquan ist es sehr wichtig, das Praktizieren von sogenannten geistlosen oder leeren Bewegungen zu vermeiden. Während der Körper lernt, entspannt zu sein, herrscht im Geist höchste Intensität und Wachheit *. Praktizieren Sie dies über eine gewisse Zeit, passiert etwas sehr interessantes. Durch die klare Differenzierung von entspanntem Körper, jedoch intensivem Geist, erfahren Sie eine Trennung der körperlichen und geistigen Bereiche. Das hat zur Folge, dass Sie immer besser lernen werden zwischen Bewußtsein und Körperlichem zu unterscheiden - bis Sie irgendwann vollständig in den Bewußtseinsaspekt eindringen können. Ab diesem Niveau begreifen Sie sich mehr als Bewußtsein, als durch den Körper. Und im fortgeschrittenen Stadium entwickeln Sie sich zum Studierenden ihres eigenen Bewußtseins und des Bewußtseinsaspektes als solches.

Ein Beispiel zur Chi-Entwicklung: Wie bereits erwähnt, liegt in der richtigen Entspannung der Schlüssel im Taiji. Weder soll der Körper angespannt noch schlapp sein. Das genaue Maß, das diesen Zustand festlegt, ist gleichzeitig auch sein energetischer Nutzen. Es ist der Zustand, in dem das Chi frei und natürlich im Körper fließen kann. Stagnationen werden gelößt, was den Körper vollständig heilt. Das freie Fliessen des Chi gibt Ihnen das Gefühl mehr Energie zu haben als zuvor. Gleichzeitig erfahren Sie das Chi und beginnen es zu spüren. Wieder ist es die Wahrnehmung und ihre signifikante Erfahrung, welche Ihnen diesmal das Tor der Chi-Welt öffnen wird. Deshalb stehen die Wahrnehmung und die richtige Entspannung im Zentrum der taoistischen Wasser-Tradition. Durch Ihre sensitive Wahrnehmung treten Sie mit den Dingen in Kontakt.

Ein Beispiel für die Heilungsprozesse des Körpers: Neben dem subtilen Chi spielt eine tiefe und entspannte Atmung eine wichtige Rolle im Taijiquan. Der Atem soll tief in den Bauch und schließlich auch zu den Nieren und dem Rücken geführt werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Hohlkreuz der Lendenwirbelsäule zu begradigen oder gar nach hinten auszuwölben. Dies wird zu Anfang physisch durch ein nach Vornekippen des Beckens erreicht. Während der tiefe Atem alle inneren Organe massiert, führt die Ausrichtung der Wirbelsäule zu einer Verbesserung des Chi-Flusses im Rückenmark. Für das Thema der Vitalität und Lebenskraft stehen sowohl die Nieren, als auch die Wirbelsäule in der chinesischen Energetik an oberster Stelle. Ein gesunder Rücken braucht keine Anstrengung mehr zu fürchten. In der chinesischen Medizin (TCM) und auf der Energie-Ebene gibt es keine Trennung von Körper und Geist. In der TCM stehen die inneren Organe für den ungezähmten Kindergarten in uns. Entweder wir kontrollieren die Organe oder sie kontrollieren uns, durch das Herumspringen kraftvoller Emotionen. Daher vermag die Massage der tiefen Atmung, unser organisches und seelisches Gleichgewicht wieder herzustellen.


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